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Streitschlichter: Schlichten statt Richten

An Hamburger Schulen arbeiten immer mehr Schülerinnen und Schüler als Streitschlichter bzw. Schüler-Mediatoren. Neben vielen anderen sinnvollen Ansätzen im Bereich der Gewaltprävention, ist die Streitschlichtung bzw. Mediation auch an unserer Schule fest etabliert, um das soziale Klima unserer Schule weiterhin zu verbessern und den konstruktiven Umgang mit Konflikten in Eigenverantwortung zu fördern.

Unsere derzeit 26 Mediatoren aus den Klassen 8 – 12 versuchen leichte bis mittelschwere Konflikte, v.a. in den Klassen der Unter- und Mittelstufe, zu schlichten. Nach einer ca. 40-stündigen Ausbildung sind sie mit den 5 Phasen der Mediation bestens vertraut und vermitteln in Konflikten als unparteiische Dritte. Ziel ist es den Streitenden zu helfen, selbst eine einvernehmliche Lösung ihrer Probleme zu finden.

Die Schlichterinnen und Schlichter stehen täglich in den großen Pausen zur Verfügung und sind leicht an ihren peppig grünen Sweat-Shirts zu erkennen.

Vom 5. bis 7. Februar fand im Haus Emsen die diesjährige Ausbildung der Streitschlichterinnen und Streitschlichter statt. Insgesamt nahmen 20 engagierte Jugendliche teil. Die Gruppe setzte sich aus 13 neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Jahrgang 8 sowie 7 erfahrenen Jugendlichen aus den Jahrgängen 9 und 10 zusammen. Diese Mischung ermöglichte eine besonders hohe Partizipation und ein intensives Lernen durch den Austausch praktischer Erfahrungen.
Begleitet wurde die Ausbildung von Frau Brückmann und Herrn Heßlinger, die beide als ausgebildete Multiplikatoren über umfassende Fachkenntnisse verfügen.
Im Mittelpunkt der Ausbildung stand das theoretische Gerüst der Streitschlichtung, das aus vier Phasen besteht. Dabei erhielten die Jugendlichen fundiertes Hintergrundwissen, unter anderem zum Eisberg-Modell, zu Empathie und Perspektivenwechsel, zu den Merkmalen eines Konflikts sowie zu sprachlichen Fouls. Die Theorie wurde durch zahlreiche Rollenspiele praxisnah vertieft und angewendet.
Auch das Teambuilding kam nicht zu kurz: Gemeinsame Gesellschaftsspiele und ein Filmabend stärkten den Zusammenhalt der Gruppe und trugen zu einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre bei.
Die Ausbildung war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung und legt eine wichtige Grundlage für eine konstruktive Konfliktkultur an unserer Schule.